Auf dem Weg zu meinem Büro gehe ich morgens an einem 80 Meter langen Schotterbeet entlang. Das Beet ist als Abstufung gedacht, um den Schulhof der dahinter liegenden Grundschule abzugrenzen. Vor gar nicht allzulanger Zeit wurde die Bepflanzung entfernt, ein Unkrautvlies aufgelegt und Schotter aufgefüllt. 8 Zwergkiefern kämpften ums Überleben, starben auch gerne und ansonsten war die Fläche tot, langweilig und sammelte Müll.

Gemeinsam mit Claudia Berres und der NABU-Jugend aus Oberwesel fasste ich den Entschluss, dass das auch besser geht. Zumal Oberwesel sich als touristischen Ort versteht, da schadet es nicht, wenn man die Details gut löst.

Sabine Baumann als leidenschaftliche Gärtnerin zu bezeichnen, wäre so als würde man sagen, dass Pizza ein mäßig beliebtes Essen ist. Sabine plant Beete und Gärten, immer passgenau auf den Ort und auf die Bedürfnisse der Leute und der Pflanzen zugeschnitten. Nach einigem Ping-Pong mit Ideen und Wünschen stand der Plan für das Beet. Es gibt einen Sonnenteil und einen im Halbschatten. Die Pflanzen sollen sich ähnlich sein in beiden Teilen, aber jeweils optimal angepasst sein. Die Farben sollen zueinander passen, die Struktur der Blätter und Wuchsformen ebenso. Und natürlich soll es Insektenfreundlich sein.

Der Plan für den Halbschatten

Kurz zusammen gefasst: Wir haben in zwei Etappen alle zusammen 8 Tonnen Schotter von Hand entfernt. Sabine und ich haben dann den Boden gelockert, Stauden gepflanzt und seitdem habe ich gelegentlich gewässert und gejätet.

Lockern und vorbereiten
Die Stauden werden verteilt
und von Hand gepflanzt

Im März wurde gepflanzt, zum Glück gab es seitdem immer wieder etwas Regen, sodass alles gut anwachsen konnte. Der Boden ist stark verdichtet, lehmig und mager. Die Pflanzen, die Sabine ausgewählt hat, sind ideal angepasst. Hier ein paar Bilder der Pflanzung nach drei Monaten. Die Flächen sind noch längst nicht geschlossen, aber erste Aspekte sind erkennbar.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein, die die Stauden bezahlt hat und an Christoph Persch für die Unterstützung bei der Entsorgung des Schotters.